Teil 7: Der Kaufvertrag und die Abwicklung des Kaufvertrages durch den Notar.

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Teil 7: Der Kaufvertrag und die Abwicklung des Kaufvertrages durch den Notar.

Teil 7: Der Kaufvertrag und die Abwicklung des Kaufvertrages durch den Notar.

Serie: Wie läuft ein Immobilienkauf ab?

Familie Berger hat sich entschieden das Wohnhaus in der Gartenstraße zu erwerben.
Als nächstes ist es erforderlich, dass die Käufer eine Bestätigung der Bank vorlegen, dass die Zahlung des Kaufpreises gesichert ist.
Sind die Konditionen des Kaufvertrages wie z.B. die Höhe des Kaufpreises, die Kaufpreisfälligkeit und der Übergang des Eigentums mit dem Käufer und dem Verkäufer abgestimmt, können die notwendigen Daten an das zuständige Notariat zur Vorbereitung des Kaufvertrages weitergeleitet werden. Auf Wunsch erhalten die Vertragsparteien vorab einen Kaufvertragsentwurf zur Durchsicht.
Zur Beurkundung treffen sich die Vertragsparteien beim Notar. Der Notar benötigt für die Verbriefung die gültigen Personalausweise sowie die Steueridentifikationsnummern der beteiligten Personen.

Bei der Verbriefung liest der Notar den gesamten Kaufvertrag laut vor und erläutert den Inhalt des Vertrages. Änderungen und Zusätze sind jetzt noch jederzeit möglich. Am Ende wird der Kaufvertrag von den Vertragsparteien unterschrieben.

Die Abwicklung des Kaufvertrages durch den Notar

  1. Nach der Beurkundung verschickt der Notar die Vertragsabschriften an Verkäufer, Käufer, Finanzamt, etwaige Genehmigungsstellen, sowie an die Bank des Käufers, falls der Kaufpreis finanziert wird.
  2. Beim Grundbuchamt wird die Auflassungsvormerkung zur Eintragung beantragt. Die „Auflassung“ ist die Eintragung eines neuen Eigentümers im Grundbuch. Es handelt sich um eine vorübergehende Eintragung, die den bevorstehenden Eigentumserwerb des Käufers sichert. Jeder der das Grundbuch einsieht kann erkennen, dass die Immobilie bereits beurkundet wurde.
  3. Falls Belastungen auf dem Kaufobjekt eingetragen sind, holt der Notar bei den Banken oder sonstigen Gläubigern die Löschungsbewilligung für die Belastungen ein. Wenn die Auflassungsvormerkung eingetragen ist, die Löschung der etwaigen Belastungen gesichert und eventuell sonstige Fälligkeitsvoraussetzungen erfüllt sind (z.B. erforderliche Genehmigungen), teilt der Notar den Vertragsparteien das Vorliegen dieser Voraussetzungen mit, von denen die Kaufpreisfälligkeit abhängt. Bis zur Aufforderung der Kaufpreiszahlung vergehen in der Regel 4-6 Wochen.
  4. Nach Zahlung muss der Verkäufer dem Notar unverzüglich den Eingang des Kaufpreises bestätigen. Sind Grundpfandrechte des Verkäufers mit dem Kaufpreis wegzufertigen, ist der von der Verkäufer-Bank geforderte Betrag direkt an diese zu überweisen.
  5. Falls der Käufer den Kaufpreis finanziert, muss er seine Bank von der Kaufpreisfälligkeit rechtzeitig verständigen. Diese wird dann den Kaufpreis an den Verkäufer überweisen bzw. an die Gläubiger von zu löschenden Belastungen.
  6. Das Finanzamt schickt dem Käufer den Grunderwerbsteuerbescheid (3,5 % des Kaufpreises). Nach Zahlung an das Finanzamt schickt dieses die steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung an den Notar.
  7. Der Notar schickt nach Kaufpreiszahlung dem Grundbuchamt alle Unterlagen zur Eigentumsumschreibung auf den Käufer. Jetzt wird die endgültige Umschreibung im Grundbuch vollzogen.
  8. Nach erfolgter Eigentumsumschreibung erhalten die Vertragsparteien eine entsprechende Vollzugsmittelung, die von den Parteien geprüft werden sollte.
  9. Die Grundbuchgebühren werden von der Oberjustizkasse in Rechnung gestellt.

 

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